Wie hältst du’s mit dem Sparen?

Festgeldzinsen ist derzeit beinahe ein Zauberwort, streift man durch den schier endlosen Angebotsdschungel von Banken, Anlageberatern und Wirtschaftsmagazinen.
Überall wird diese Anlageform als sicher und vor allem ertragreich dargestellt. Man soll allgemein in den viel zitierten, wirtschaftlich schwierigen Zeiten, was genau gemeint ist, sei dahingestellt, sparen und sich etwas auf die Seite legen, bis die Lage wieder rosiger ist –erneutes Fragezeichen, ob es dafür schon einen Termin gibt.

Da aber sämtliche schlaue Stimmen über einen Doktor, einen Wirtschaftsabschluss oder zumindest eine Anstellung bei der Bank des Vertrauens verfügen, ist man gewillt, sein finanzielles Schicksal zumindest teilweise in deren Hände zu legen.
Deshalb lässt man von Aktien die Finger. Zu viele haben sich die Finger verbrannt, als der Wirtschaftsmotor noch dahinbrummte und alle Papiere am steigen waren.
Dass vielen Anlegern und Brokern der Mut fehlt, jetzt anzulegen und nicht an einen totalen Crash der Wirtschaft zu glauben, bleibt neben den ganzen Sparhymnen eher ungehört.
Jeder will, dass man sein Geld mit Festgeld anlegt, oder in ein klassisches Sparbuch, oder, oder, oder. Hauptsache mit Respektabstand zur Börse.
Sollte es jetzt also tatsächlich schlaue Spekulanten, die negative Konnotation des Wortes einmal weggelassen, geben, die in stabile Papiere, die quasi wieder aufholen müssen, investieren wollen, fehlen ihnen die Mittel.

Beinahe jeder Privatanleger lässt sich von den Werbeanpreisungen der Banken ins Boxhorn jagen und zieht sein Geld aus den, ehemals von gleicher Seite so hochgepriesenen, Aktienfonds zurück. Viele tun dies sogar mit Verlust, da die vorzeitige Auflösung der Einlage eine Pönale nach sich zieht.
Wenn es mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit das Beste wäre, die Krise auszusitzen und langfristig mit einem Plus auszusteigen.
Vor allem, weil gerade Fonds oft sehr gestreut investiert sind, eben um verschiedenen Risiken und Turbulenzen vorzubeugen, sodass ein Totalverlust äußerst unwahrscheinlich ist.
Auch wenn für viele Sparen jetzt das Richtige sein mag, wer gerne mit etwas Risiko Geld verdient, dem sei gesagt: Jetzt ist die Zeit zum „glücksrittern“.

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